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  1. #281
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    Ich bin verwirrt xD
    War Lotta nicht mal alt gewesen? Oder verwechsel ich da was?!
    War aber klasse zusehen, wie deine Sims diesem Karaoke Abend verbringen <3
    Die songauswahl war auch einsame spitze
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  2. #282
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    Hi Sil,

    äh, nöö, Lotta ist zwar paar Kekse älter als Eddie, aber ganz bestimmt noch nicht alt...
    Naja, fertig sind sie ja noch nichtt... hm...

    Danke , Ähnlichkeiten mit dem RL wie immer reiiiiin zufällig ähm

  3. #283
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  4. #284
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    Oh gott dann hab ich tatsächlich lotta mit Mareike verwechselt....holy XD
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  5. #285
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    Da bist du nicht die Einige

    Ich habe es glaub ich sogar in der Strory drin, da erinnert Mareike Ed an jemanden den er kennt Meine Tochter fand das völlig abwegig, denn sie hat damals auf den ersten Blick erkannt, dass Mareike und Lotta 'nur' die gleiche Frisur tragen.... Tja

    Von daher, finde ich es richtig nett von dir, dass du die beiden verwechselt hast

  6. #286
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    Ach, du Übel, dachte ich hätte den Party-Rest längst gepostet. *zensiert* und up-date wieder mitnehm

  7. #287
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    Vorwort und ...

    Ich bin mir nicht ganz sicher, glaube aber ich habe es nur im Chat erwähnt, dass ich es fertiggebracht habe, den falsche Ordner mit Party-Screens zu löschen. Als es mir auffiel, war es zu spät, denn ich leere meinen Papierkorb ziemlich regelmäßig. Was übrig blieb, waren die Screens, die ich aussortiert hatte, da ich sie auf gar keinen Fall verwenden wollte.

    Denn: Eves Kleid war total verbugt. Pawati hat es mehr als einmal geschafft, sich hinter einem der Sessel zu verschanzen. Vielleicht, weil ich ihr zwei verschieden Frisuren verpasst hab? Wer weiß ... Fakt ist allerdings, dass ich es nicht fertiggebracht habe, jedem Gast in den Kategorien: Party, hot & cold dasselbe zu verpassen. ;(

    Der Text war fertig, meine Laune im Keller. Echt dumm gelaufen. Sorry.

    Ich hoffe, ihr seid weniger pingelig und guckt galant darüber hinweg, wenn mir, trotz aller Mühe, ein paar Screens durchgerutscht sind, auf denen diese 'bugs' auftauchen, bzw wenn sie zwar irgendwie doch nicht so wirklich richtig zum Text oder dem zeitlichen Ablauf passen.

    Inhaltswarnung

    Mit ein paar Stichworten ist es diesmal nicht getan. Daher eine kurze Erklärung vorne weg:

    Eddie geht im folgenden Teil durch eine verdammt harte Zeit.
    Ausgelöst durch seinen Ex, durchlebt er einen schlimmen backflash.


    Es ist, selbst für mich, nicht angenehm ihm dabei zuzusehen.

    Im darauf folgenden Gespräch mit Johann, wird darüber hinaus sehr deutlich,
    dass er
    damals nach der Trennung ernsthaft versuchte, seinem Leben ein Ende zu setzen.


    Bitte entscheide selbst, ob du dieses Kapitel lesen möchtest.


    ---------------


    Ich würde gern erklären, wie es zu Eves Fehleinschätzung kam. Kämpfe jedoch mit ähnlichen Problemen wie sie, als sie neulich keinen passenden Einstieg in ihren 'Velvet Bar-Post' fand. Mich quälen zwar nicht dieselben Gewissensbisse, doch auch ich sitze seit geraumer Zeit vor einem leeren Blatt Papier. Bildlich gesprochen.

    Vielleicht sollte ich zunächst einmal gestehen, dass ich im ersten Teil meiner Beschreibung des gestrigen Abends einiges ausgelassen habe. Bewusst, denn ich hatte vor, diesen Bericht mit wenigen Sätzen abzuschließen. Das Verlangen es so zu handhaben ist nach wie vor stark und einer der Gründe warum es mir so schwerfällt die richtigen Worte zu finden.

    Darüber hinaus befürchte ich durch meinen Sinneswandel Verwirrung zu stiften. Falls, dem so ist, möchte ich mich vorab dafür entschuldigen. Auch wenn dies vielleicht nicht nötig sein mag.

    Der ein oder andere, ahnt vielleicht, dass ich mir vor der Party Rat eingeholt habe. Die Antworten, die ich von Jou und Eve, als auch von Charlotte und natürlich Johann erhielt, hätten nicht unterschiedlicher ausfallen können. Was nicht heißen soll, sie waren völlig nutzlos für mich. Gepaart mit meinem Wunsch nicht mehr über alles den Deckmantel des Schweigens zu werfen, wird dies wohl eine Mischung aus allem.

    Nun gut, bevor ich mich in weiteren unheilvollen Andeutungen verstricke, spulen wir besser zurück an den Anfang.

    Dass Rose in Begleitung kam, habe ich bereits erwähnt. Was ich nicht erwähnte war, wie sich Jonahs Erscheinen auf mich auswirkte. Trotz Vorbereitungszeit, denn dass sie ihn mitbringen würde, stand für uns so fest, wie das Amen in der Kirche, seit wir von ihrer Selbsteinladung erfahren hatten.

    Schock ist das einzige Wort, dass mir dazu einfallen will, obschon es etwas zu krass klingt.

    Wie auch immer. Das Vergnügen Eves, die ihn nahezu den ganzen Abend wie Luft behandelte, blieb mir leider versagt. Gezwungenermaßen, wenn man so will, denn Jonah blieb, nachdem er Jou und den Damen den Vortritt gelassen hatte, derart demonstrativ bei der Türe stehen, dass eben diese Damen hinter meinem Rücken zu tuscheln begannen.

    Nicht gewillt, ihm diese Art von Aufmerksamkeit zu schenken, unterbrach ich den Blickkontakt. Indem ich ihm eine höfliche Reverenz erwies und ihn mittels einer einladenden Handbewegung bat, in den Wohnbereich durchzugehen.
    Jonah erwiderte meinen stillen Gruß, meine Geste ignorierte er jedoch.

    Chance vertan. Ich schmunzelte unwillkürlich als mir Jous Worte in den Sinn kamen und befand, dem Anstand sei Genüge getan. Änderte meine Meinung jedoch, als hinter mir das Wörtchen Showdown fiel.

    Weit hatte ich es nicht. Ein paar Schritte nur. Wenige Sekunden, die mir vorkamen wie eine Ewigkeit. Mein Mund wurde trocken, meine Beine fühlten sich an, als würde ich durch knietiefen Morast waten. Jous Stimme ging unter im Stimmgewirr der anderen Gäste. Das leise Klirren der Gläser, das Scharren der vollen Flaschen, die Johann beim Einrichten der Bar hin- und herschob, wich dem dumpfen Dröhnen meines Pulsschlags.

    Je näher ich ihm kam, desto intensiver wurde sein Lächeln. Meine Baumuskeln zogen sich immer enger zusammen und verdrängten das flaue Gefühl in meinen Magen. Als ich endlich vor ihm stand, war mein Kopf wie leer gefegt.

    "Gut siehst du aus." Ich nickte benommen. Seine Nasenspitze deute auf mein rechtes Ohr. "Es plagt dich immer noch?" Verwirrt von dieser Frage, schüttelte ich den Kopf. Realisierte, was ich tat und nahm die Hand herunter, die durch einen festen Druck meines Mittelfingers versucht hatte, dies lästige Fiepen loszuwerden. Meine Verhalten schien ihn zu amüsieren. "Gewohnt entscheidungsfreudig." Ich senkte den Blick, um wenigstens meine Contenance zu wahren, nachdem mir mein Verstand abhandengekommen war. "Du tust es ja immer noch."

    "Was willst du hier?" - "Dir dabei zuschauen, wie du so verdammt sexy die Luft in deinem Mund durchkaust." Mir stockte bei dieser plumpen Anmache buchstäblich erneut der Atem, doch anscheinend war Sauerstoffmangel genau das, was meinem Gehirn gefehlt hatte. "Netter Versuch." - "Du weißt halt, was ich mag."



    Der Klumpen in meinem Bauch verwandelte sich in Eis und ich habe keine Ahnung, woher ich die Luft nahm, um ebenso kalt zu erwidern: "Dann hat dein Besuch seinen Zweck ja erfüllt." Er lächelte spöttisch.
    "Nette kleine Geschichte habt ihr euch da ausgedacht." Sein Blick wanderte an mir vorbei. "Ist er das?"

    "Du wirst ihn in Ruhe lassen." - "Aber natürlich doch." Er trat einen Schritt vor, ich griff ich nach seinem Oberarm. Er sah mir in die Augen, dann zu meiner Hand. "Du konntest deine Finger noch nie von mir lassen." Ich ließ ihn so abrupt los, als hätte ich in einen Eimer heißer Kohlen gegriffen. Mit einem deutlich belustigten: "Vergiss das Atmen nicht, Liebling", war er an mir vorbei.

    "Master Edward." Ich hätte so gern meine Augen geöffnet, doch meine Lider waren schwer wie Blei. Ich versuchte es, wieder und wieder. Strengte mich an, bot all meine Kraft auf und scheiterte. Ich focht diesen Kampf nicht zum ersten Mal. Ich wusste, ich konnte es schaffen. Wenn, wenn doch nur die Angst nicht so groß wäre, weil es mit jedem Mal aussichtsloser scheint zu gewinnen. Ich fühlte mich so klein. Viel zu klein, um mich wehren zu können. Hilflos. Schutzlos. Ich hatte keine Chance. Wusste, was kommen würde. Versuchte mich zu wappnen, es hatte keinen Zweck. Es war hoffnungslos. Mum! Als das erste Bild dieses elenden Alptraums aufblitzte, riss ich die Augen auf. Mit all der Macht, die mir zur Verfügung stand und zuckte zurück, vor den Schuhspitzen, die ich in meinem Blickfeld entdeckte.

    Es waren Johanns Finger, die sich einen Weg in meine Faust suchten. Ich spreizte meine Hand bis es wehtat und bemerkte erst, wie tief sich meine Fingernägel gebohrt hatten, als sein Daumen sanft über meine Haut stich. Es fühlte sich so verdammt vertraut an, dass ich beinahe daran erstickt wäre. Ich kann das nicht. Ich ertrag es nicht. Hilf mir. "Bitte, Johann, bitte", ich schniefte wie ein kleines Kind. Es hatte einfach keinen Sinn.

    "Ich bin hier und wenn Sie mich anschauen, werden alle denken, ich bräuchte Ihren Rat." Kann ich es ja doch noch, das Lächeln unter Tränen. "Sie müssen sich das nicht antun." - "Ich weiß, ich ..." - "Ein Wort genügt und er ist schneller im Hotel, als Miss Everleigh Richard sagen kann." - "Ja." - "Vorsichtig atmen. Ein bisschen langsamer. Sie machen das gut." - "Ich hab' geübt. Mit Jou." - "Gehen Sie zu ihm, er wartet schon." - "Er wird mir den Kopf abreißen." - "Ganz bestimmt nicht." - "Sicher?" - "Ich würde es nicht sagen, wenn ich heute Morgen einen anderen Eindruck von ihm bekommen hätte." - "Ja, ich weiß, ich ... Oh, Gott, ich bin so dämlich." - "Das sind Sie nicht." - "Verdammt Scheiße." - "Nicht die Erste." - "Es tut mir so leid, Johann." - "Das muss es nicht." Er senkte seine Stimme: "Sie sprechen mir direkt aus der Seele, junger Mann" Ich zog geräuschvoll die Nase hoch und murmelte, mehr zu mir selbst: "Was würden wir nur ohne Sie machen." - "Ständig Trauer tragen, laut Samantha Ann." - "Ja, vielleicht. Alle, außer mir." - "Sie, mein Lieber", seine Hände strichen über meine Schultern, als würde er meinem Jackett den letzten Schliff verleihen, "würden Ihren besten Anzug tragen." - "Six feet under."

    "Erstaunlich, mit welch einer Seelenruhe Sie meinen Ruhestand, um ein weiteres Jahr nach hinten verschieben." Ich musste unwillkürlich schmunzeln. "Sie wissen doch, uns werden sie niemals los." - "Ich hatte gehofft, Sie würden das sagen." - "Das ist ein weiteres Jahr." Er nickte lächelnd. Seine Hände strichen beruhigend über meine Arme. Ich holte tief Luft. "Dann ... werde ich jetzt wohl mal das Beste daraus machen." - "Nur, wenn Sie wirklich wollen." - "Ja, ich ... nein", Herr im Himmel kann ich mich nicht einmal zusammen reißen? "Sie sind nicht allein."



    Ich nickte und löste mich von ihm. "Danke" - "Immer wieder gern." - "Es ist ihr Job, nehme ich an?" - "Für den Sie mich irgendwann in Gold aufwiegen werden." - "Versprochen." - "Wenn Sie das noch ein paar Mal wiederholen, bin ich versucht mir 100 Kilo anzufuttern." - "Nadja wird Sie dabei sicherlich gern unterstützen." - "Das steht außer Frage." - "Wie viele Jahre sind es jetzt?" - "Ich habe das Zählen aufgegeben." - "Wer hat eigentlich damit angefangen?" - "Miss Everleigh." - "Ich schinde Zeit, stimmts?" Er bedachte mich mit einem liebevollen Blick und nickte. "Mist." Ein weiteres Nicken später machte ich auf dem Absatz kehrt, ich würde gern schreiben: gewohnt schwungvoll, doch zögerlich trifft es besser.

    Jou erwartete mich mit ausgestreckter Hand. Ich ergriff sie und zog ihn durch die geöffnete Terrassentür.

    Johann lag völlig richtig mit seiner Einschätzung, denn Jou war weit davon entfernt, mir irgendwelche Vorhaltungen zu machen. War weder enttäuscht noch überrascht. Das spricht nicht unbedingt für mich, nicht wahr? Nun ja, wie auch immer. Die kleine Auszeit mit ihm tat mir ausgesprochen gut, sodass wir als bald ins Innere zurück kehren konnten, damit ich meiner Rolle als Gastgeber endlich gerecht wurde.



    Eve hatte Jou mit Sammy bereits bekannt gemacht. Er sagt gerade, er hätte sie sich total anders vorgestellt, bestätigt jedoch gerne, dass er sie auf Anhieb mochte. Mir ging es mit Moira ähnlich. Wir drei plauderten eine Weile ungezwungen. Ich hatte gehofft, meine Nervosität würde dadurch weiter abflauen, doch dem war leider nicht so. Nun, wenn ich ehrlich bin, wurde ich das Gefühl, dies alles sei nur die berühmt-berüchtigte Ruhe vor dem Sturm, den ganzen Abend nicht mehr los.

    Nicht zu Unrecht, denn Jonah fand recht schnell einen Weg, sich in unser Gespräch einzubringen. Wenn man es denn so nennen will, denn er richtete sich an Sammy, mit der Bemerkung: Jedes Mal, wenn mich 'jemand' mit Ed oder Eddie anspräche, würde er denken 'mein Alter' käme um die Ecke. Sie gab ihm sofort überdeutlich zu verstehen, er würde wieder einmal absoluten Blödsinn verzapfen. Sie drückte es etwas anders aus, doch ich habe mich heute bereits in die Nesseln gesetzt und verkneife mir daher weitere Kraftausdrücke.



    Worauf ich ebenfalls verzichte war ihn meinerseits zurechtzuweisen, denn mein Augenmerk galt Jou. Er schien mir sichtlich betroffen zu sein. Moira hingegen eher neugierig. Hauptsächlich um Jou seine Sorge zunehmen, erklärte ich ihnen: Innerhalb der Familie würde Großvater mit Edward angesprochen. Oft auch in der Variante mit den harten T's, die Eve gern verwendet, wenn sie sauer auf mich ist. Vater hingegen mit Ed. Oder Eddie, wenn er seinen Eltern Anlass zur Freude gibt. Was eher seltener vorkommt. Ich hingegen mit Ted. Eine weitere, eher gebräuchliche Abkürzung unseres Namens. Bei meinen Freunden wurde daraus, aufgrund meines Wesens, recht früh: Teddy.

    Für mich war es zunächst ebenfalls ungewohnt, gestand ich ein. Da ich jedoch mit dem festen Vorsatz mein altes Leben hinter mir zulassen, nach Oasis gekommen war, hätte ich bewusst darauf verzichtet, neue Bekanntschaften zu korrigieren. Ich gewöhnte mich recht zügig an die neue Anrede, insbesondere da mir klar war, niemand hier, hätte die Absicht mich durch ebendiese zu verletzen.

    Moira gab sich damit zufrieden. Jou blieb skeptisch. Hatte ich doch anfangs durchblicken lassen, niemand außer Eve würde mich Teddy nennen. Was für ihn, laut Moira, einem klaren Verbot gleichkam. Ich lächelte entschuldigend und versicherte ihm, es spräche absolut nichts dagegen, wenn er meinen Spitznamen gern verwenden würde.

    "Hm", Jou legte den Kopf schief und tat, als würde er ernsthaft über mein Angebot nachdenken. Moira bedachte ihn mit einem so typisch ausdruckslosen Blick, wie ihn nur eine Schwester hinbekommt, die weiß, was kommen wird.

    "Spuck's aus", forderte ich schmunzelnd, denn auch ich konnte sehen, dass ihm der Schalk im Nacken saß. "Schwierig, schwierig", gab er gedehnt von sich. "Teddy? Oder doch lieber Hase? Ich weiß nicht, was ..."

    "Warum denkst du dir nicht selbst etwas aus?" Moria und ich ignorierten Jonahs Einwurf gekonnt. Jou eher nicht: "Gute Idee. Vielleicht, hmm ... Wie wärs mit ... Baby?" - "Sehr originell", schnappte Jonah. Beinahe zeitgleich entfuhr mir ein leicht bissiges: "Solang du mich nicht Babe nennst, solls mir recht sein."

    Ich konnte ihm förmlich dabei zusehen, wie schnell er diese Information mit Eves 'Bye-bye, babe' letzten Sonntag verknüpfte. Reumütig und beschämt bat ich ihn stumm um Vergebung.

    Moira nutze diese kurze Pause, um in die Stille hinein zu verkünden: "Zuhause nennt er dich cuddle bug."

    Jou verdrehte prompt die Augen. Ich musste spontan lachen.



    Jonah wandte sich ungehalten ab und bekam von Sammy zu hören: "Das passt jawohl perfekt!" Woraufhin Lotta und Alan das Tanzen einstellten.

    Gelächter flammte auf, als ich Jou auf die Beine zog und ihm den Tipp gab: "Versuche nie cool auszusehen, wenn deine Schwester in der Nähe ist." Er grummelte eine unverständliche Erwiderung, ließ sich jedoch bereitwillig von mir aus der Gefahrenzone ziehen.

    "Einmal", pampte er mich an, da ich so gar nicht aufhören konnte vor mich hin zu grinsen. Umgehend nahm ich meine kleine Kratzbürste in den Arm und flüsterte, mühsam beherrscht: "Du darfst es gern noch einmal sagen." - "Ach ja?" -"Ja, ich würde es wirklich gern aus deinem Mund hören, obwohl ..." Er lehnte sich zurück und betrachtete mich aus zusammen gekniffenen Augen. "Obwohl was?"

    Ich hatte selten so große Mühe, ernst zu bleiben. "Na ja, ich meine mich zu erinnern, dass du erst kürzlich behauptet hast, in Japan würden keine Kosenamen verwendet, also ..." - "Wir sind nicht in Japan." Ohne Frage, ein unschlagbar gutes Argument und durchaus geeignet um mich zu erden.

    Ich streichelte ihm über die Wange und bat ihn leise um Verzeihung. Er strich mir die Haare aus der Stirn. Ein hoffnungsloses Unterfangen, doch er versucht es immer wieder. Als er mich näher an sich heranzog, glitt meine Hand in seinen Nacken. Er gab dem sanften Druck meiner Finger nach, bis sein Mund dicht vor meinen Lippen war und murmelte: "Du gehst mir auf die Nerven, Cuddles." Ich schloss die Augen und nickte nur.

    Eve, die von alldem nur unseren 'verstohlenen' Kuss mitbekommen hatte, zog aus dem reichen Schatz ihrer Erfahrungen 'dies eine Mal' einen völlig falschen Schluss.

    Geändert von Laska (01.10.2023 um 23:06 Uhr)

  8. #288
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  9. #289
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    Oje

    Hätte nicht vermutet, dass die Party noch im Gange ist.

    Sorry
    You’re nobody, until you’ve been ignored by a cat.

  10. #290
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    Jou unterbrach unseren kleinen Schlagabtausch recht unvermittelt, kurz bevor er in eine hitzige Debatte ausarten konnte, mit einem langgezogenen "Exsqueeze me."

    Als er unser beide Aufmerksamkeit hatte, führte er seine Hände, auf Höhe des Bauchnabels, zu einem Dreieck zusammen. Es sah aus, als würde er uns, zur Not, mit sanfter Gewalt auseinanderschieben, wie ein Schiffsbug, der durchs Wasser gleitet. Wir wichen unwillkürlich zurück, um ihm so gut es ging, Platz zu machen.

    Jou lächelte verklärt, und streckte seine Arme in einer wahrlich sehnsüchtigen Geste aus. Und wir, wir sahen ihm leicht konsterniert dabei zu, wie er sich übertrieben vorsichtig zwischen uns hindurchschlängelte, um Charlottes ausgestreckte Hand zu ergreifen. Die, so kam es mir jedenfalls vor, bereits ungeduldig an der Karaoke Maschine auf ihn wartete.

    Ohne ihre Hand loszulassen, beugte er sich über das Display. Sie flüsterte ihm etwas ins Ohr, er nickte zustimmend. Drehte die Lautstärke so weit herunter, dass die Musik im Stimmgewirr beinahe unterging und drückte auf Start. Doch statt zu singen, schauten sie sich nur an. Lotta wiegte sich sanft zu der Melodie, Jou passte sich ihren geschmeidigen Bewegungen an, seine Finger schnippten im Takt.

    "Er hat mehr Rhythmusgefühl im kleinen Finger, als wir beide zusammen", stellte Eve staunend fest. Stieß mir direkt danach ihren Ellbogen in die Rippen und forderte: "Hör auf zu sabbern, Edward Jebediah." Ich lachte leise und zog sie auf die Tanzfläche, als Jou sich erneut an dem kleinen Gerät zu schaffen machte.

    Charlotte begann zunächst allein, mit 'Royals' von Lorde. Jou stieg erst beim Refrain mit ein. Die Freude darüber war ihrer Stimme überdeutlich anzuhören. Im weiten Verlaufen klangen die beiden regelrecht flirtend. Etwas befremdlich zwar, doch ihrem Vortrag tat es keinen Abbruch.



    Eve, immer noch neugierig auf das, was uns vorhin dazu veranlasst hatte, im 'Geheimen zu knutschen', verlangte nach Aufklärung, sobald die beiden geendet hatten. Charlotte nahm neben Jonah auf dem Sofa Platz. Jou blieb, wo er war.

    Da ich ihn nicht aus den Augen ließ, während ich mit Eve tuschelte, entging mir nicht, dass Moira mit einem Teller in der Hand neben ihm stehen blieb. Sie warf einen Blick aufs Display, runzelte die Stirn und sah ihren Bruder deutlich überrascht an.

    Jou, der diese Reaktion wohl vorhergesehen hatte, grinste übermütig. Sie schien zu einer Frage anzusetzen, wandte sich jedoch mit einem Schulterzucken ab und verlangte deutlich vernehmbar nach 'Jod und heißem Wasser'. Wodurch sie Mareike in Alarmbereitschaft versetzte und Jou in den Genuss der vollen Aufmerksamkeit kam.

    Sein Finger schwebte über dem Play-Button. Er muss ihn gedrückt haben, als unsere Blicke sich trafen, denn kaum, dass ich sein Lächeln erwiderte, erklang ein Intro, dass mir direkt in die Magengrube fuhr. Eve, die er ebenso kalt erwischte, krallte ihre Hand in meinen Rücken und keuchte: "No way!"



    Jou, der gerade wieder Seitenstechen hat und kaum noch Luft bekommt, hatte etwas Ähnliches wohl erwartet, allerdings nicht damit gerechnet, dass es ihn völlig aus dem Konzept bringen würde. Er senkte zwar den Blick und bemühte sich sichtlich um Haltung, brach dann jedoch kopfschüttelnd in ein nahezu haltloses Lachen aus.

    Ich wäre in dem Moment jede Wette eingegangen, dass er seinen Einstieg verpasst, doch er hatte sich rechtzeitig wieder im Griff und kämpfte sich wacker und angemessen gefühlvoll durch die erste Strophe.



    Im darauf folgenden Instrumentalteil 'explodierte' er jedoch. Ähnlich einer Katze, die urplötzlich eine Menge überschüssige Energie abzubauen hatte. Ich staune immer noch, dass sich auch danach wieder taktgenau unter Kontrolle hatte.

    Fürwahr, eine schönere Liebeserklärung hätte er mir nicht machen können.



    Dass er sich dafür 'Can't Take My Eyes Off You' (by Bob Crewe & Bob Gaudio) aus dem Film 'Ten Things I Hate About You' , aussuchen würde, hätte ich allerdings im Leben nicht vermutet.

    Er murmelt gerade: Liebe geht seltsame Wege. Dem kann ich schlecht widersprechen, denn wer hätte jemals vermutet, dass wir uns in Oasis Springs wiederfinden würden?

    Wie auch immer. Er schweigt sich (nach wie vor) darüber aus, wie viel Überwindung es ihn gekostet hat und behauptet steif und fest, er hätte quasi keine andere Wahl gehabt, da ich ihn (bisher) in passenderen Momenten nicht zu Wort kommen ließ. Ich lasse das einmal dahin gestellt, bevor ich erneut als Punchingball herhalten muss.

    Btw: Nein, Engelchen, wir gehen nicht grob miteinander um. Ich erwähne es, da ich inzwischen weiß, dir wurde gestern Abend etwas anderes suggeriert.

    In diesem Zusammenhang sollte ich vielleicht noch erwähnen, dass, mit einer Ausnahme, absolut alle von seiner Darbietung nicht nur beeindruckt, sondern hellauf begeistert waren.

    Lotta verlangte nach einer Zugabe, noch bevor der letzte Ton verklungen war. Jou ließ sich nicht lange bitten und setzte noch einen obendrauf, wie man so schön sagt, denn er wählte 'Two Princes' der Spin Doctors.



    Angeblich unterstütze ich ihn dabei, während des Tanzens, zur allgemeinen Erheiterung.

    Obschon augenscheinlich voll in seinem Element, warf er das Mikro danach zu Charlotte. Sie fing es geschickt und mit einem 'Danke schönst' auf, welches eher dankbar klang und nicht ironisch, wie ich in einem solchen Fall vermutet hätte.

    "Was willste denn hör'n?" - "Queen Bee." Sie blickte ihn unnachahmlich pikiert an und machte Anstalten, sich mühsam vom Sofa zu quälen. Jou war mit zwei großen Schritten, vor mir, bei ihr und zog sie zwar behutsam, doch augenscheinlich unter größter Anstrengung auf die Füße. Eine nette Demonstration ihres Schauspieltalents.

    "Die Chemie zwischen den beiden ist erstaunlich", stellte Jonah fest. Moira ließ sich auf den soeben freigewordenen Platz neben ihm fallen ließ und ließ es unkommentiert. Ich jedoch stimmte ihm spontan zu. Jou nickte vergnügt und lehnte sich an mich, als ich meine Arme um ihn schlang. "Eifersüchtig?", neckte er mich. "Nein." - "Dacht' ich mir."



    Charlotte wählte 'Single Ladies' von Beyoncé, natürlich. Wenn man einmal davon absieht, dass Jou schneller aus meinen Armen verschwunden war, als ich blinzeln kann, war es 'total genial'. Die Mädels schossen förmlich aus allen Ecken auf die Tanzfläche. Alan und ich machten uns umgehend aus dem Staub, um draußen das Lagerfeuer zu entzünden.

    Auf Charlotte folgte Eve mit 'I Love It' von Icona Pop. Alan bezog es sofort auf sich. Ich wäre dem sehr gerne auf den Grund gegangen, doch er wehrte ab und gab mir stattdessen den Rat ein Auge auf Sammy zu haben. Die es sich, so teilte er mir mit, zur Aufgabe gemacht hatte, mir Jonah vom Hals zu halten.

    Natürlich nahm ich mir Alans Rat zu Herzen. Was zur Folge hatte, dass Jonah sich ein neues Opfer suchte. Da er bei mir nicht landen konnte, änderte er seine Taktik recht zügig.



    Und es trat ein, was ich unter allen Umständen zu vermeiden gehofft hatte.

    Die Begegnungen zwischen Jou und ihm, waren zwar zahlreich, doch kurz. Was genau zwischen ihnen vorging, weiß ich nicht, denn Jou schweigt sich darüber hartnäckig aus. Um, wie er gerade sagt, sich nicht noch nachträglich die gute Laune verderben zu lassen.



    Ich bestätige gerne, dass er ausgesprochen gut gelaunt war, dennoch hätte ich es lieber gesehen, wenn er einer meiner zahlreichen Bitten nachgekommen und Jonah komplett aus dem Weg gegangen wäre.



    Wie auch immer, einen Spruch bekam ich mit. Absichtlich, nuschelt das Genie in meinem Bett gerade und ich bin geneigt ihm zuzustimmen. Denn Jonahs Frage: "Sicher, dass du nicht doch ein kleines bisschen bi bist?", war eindeutig darauf ausgerichtet, Zwietracht zwischen uns zu sähen.



    Jou hat ihm recht deutlich klargemacht, wie kümmerlich sein Versuch war, bevor er aufstand und unserem Bad einen Besuch abstattete. (Ja, Schatz, ich bin absolut stolz auf dich).

    Was genau ihn dazu veranlasste, danach 'Whatever It Takes', der Imagine Dragons vorzutragen, vermag ich nicht zu sagen.



    Überrascht hat es mich zwar, doch da die Gruppe zu seinen Favoriten zählt, dachte ich mir nichts weiter dabei.



    Inzwischen bin ich der Meinung, es war der Auftakt für das, was noch folgenden sollte. (Warnschuss, nuschelt Jou gerade. Was mich, wenn er nicht bald damit aufhört, unter Garantie in den Wahnsinn treiben wird.)

    Ob der Weg dahin nicht weit sein wird, lasse ich jetzt einmal dahin gestellt und lenke ihn ab, in dem ich Charlotte erwähne. Die kurz danach von Jonah gebeten wurde, etwas für ihn zu singen. Sie sah zwar nicht übermäßig begeistert aus, ließ sich jedoch von ihm aufhelfen und kam seiner Bitte nach.



    Lotta entschied sich für 'Blank Space' von Taylor Swift. Was mich gerade auf den Gedanken bringt, dass Jous 'Roar', von Katy Perry, gestern Vormittag, der eigentliche Startschuss gewesen sein könnte. (So wie du gerade grinst, scheine ich voll ins Schwarze getroffen zu haben. Unglaublich!)

    Immerhin hat sie sich für das Theater bei mir entschuldigt. (Herr im Himmel, womit hab ich das verdient? Ich würde ja erwähnen, dass sie mir einen neuen Spitznamen verpasst hat, wenn unser Bett nicht so wackeln würde!)

    "Snuggle bunny", hat sie gesagt und Jou ist grad japsend von der Bettkante gerollt. (Lebst du noch? Ich nehm das als ja. Sunny? Komm her, meine Kleine. Ja, ich weiß auch nicht, was ich mir dabei gedacht hab, den ins Haus zu holen. I'm so sorry, sweety. Ja, geh nur und behalt ihn im Auge.)

    Wo war ich? Ach ja. "Snuggle bunny", sagte sie. "Dein Ex ist furchtbarst! Bei dem würd' mir allet nach innen steh'n. Echt jetzt, wie konntest du nur?" (Brauchst du 'nen Sauerstoffzelt? Klingt nicht so.)

    Mir fiel dazu so ad hoc nicht besonders viel ein, muss ich gestehen. Woraufhin sie sich nur noch ziemlich darüber aufgeregt hat, von Jonah den ganzen Abend über 'massivst angebaggert' worden zu sein und das, obwohl sie 'ja nu' eindeutigst von wem anners schwanger wär'.

    (Von mir doch nicht, Sunshine! Das hat er nur gesagt, um mich zu ärgern. Ein absolut dummer Gedanke, da hast du völlig recht. Alles gut. Pass du nur schön auf, dass Jou da unten liegen bleibt. Damit ich hier endlich zu Potte komme, schon klar.)



    (Schnurrst du gerade? Elende kleine Verräterin. Bitte? Hauptsache, ihr zwei seit euch einig. Ich liebe dich auch. Euch, ich wollte euch sagen. Ganz bestimmt! Ja doch.)

    Selbstverständlich habe ich ihr auch später beim Abschied noch einmal versichert, dass sie nicht dafür verantwortlich war 'den Stein ins Rollen gebracht' zu haben. (Das bestreite ich doch gar nicht!)

    Selbstverständlich wäre es besser gewesen, Jonah an der Tür stehenzulassen. Oder: vorab zu veranlassen, dass Johann ihm den Zutritt verweigert.



    Dass ich nichts dergleichen unternahm, dürfte inzwischen hinlänglich bekannt sein.

    (Weil ich so ein arrogantes Weichei bin, Sunny. Nein, das hat er nicht gesagt, aber ich kann Gedanken lesen. Bisschen beißen schadet nie, Schätzchen. Siehst du, widersprechen kann er trotzdem noch. Jou erklärt dir bestimmt gerne, was gaslighting ist. Grundgütiger, ich würde ja, wenn ihr mich in Ruhe lasst!)

    Kurz und gut: Alles wäre anders verlaufen, wenn ich mir nicht eingebildet hätte, die Situation im Griff zu haben.

    (omg! Ja, ich brauche ihn dafür nicht, ich kann das wirklich sehr gut alleine. Ich hab's kapiert! Nein, ich bin nicht sauer. Du bist so eine süße, liebe Maus. Wir streiten wirklich nicht. Kuscheln geht immer, Herzchen. Unter der Decke? Na, klar. Zu dritt? Von mir aus auch das.)

    Ebenso offensichtlich dürfte sein, dass ich meine Lektion gelernt und mein Handeln bereut habe. (Schön, dass euch dazu nichts einfällt!)

    Ob ich mich jedoch jemals dazu durchringen kann, Probleme á la Jou mit der Brechstange anzugehen, wage ich arg zu bezweifeln. (Ja, ich weiß.) Solange er an meiner Seite ist, wird dies wohl auch (mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit) nicht nötig sein.

    (Wenn du auch Hunger hast, bestell uns halt Pizza. Warum? Damit ich hier fertig werde. Was spricht dagegen? Die Reste im Kühlschrank? Hm, ein durchaus gutes Argument. Okay, wenn du den Text überarbeitest, wärme ich das Essen auf. Schön. Ich geh' ja schon und wehe, mir kommen nachher Klagen!)

    /(°∞°)\
    -to be continued-

    (☆◡☆) & (=^ェ^=)
    -not gonna happen-
    Geändert von Laska (17.10.2023 um 23:08 Uhr)
    You’re nobody, until you’ve been ignored by a cat.

 

 

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